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Verkaufscontainer für Imbiss, Ausschank und Markt: welche Hygiene-Ausstattung Pflicht ist

Ein Verkaufscontainer, in dem unverpackte Lebensmittel oder offene Getränke ausgegeben werden, braucht nach den Merkblättern der Lebensmittelüberwachung mindestens 2 getrennte Wasserstellen: ein Handwaschbecken mit Flüssigseife und Einmalhandtüchern und eine Spüle für Arbeitsgeräte und Geschirr, beide mit fließendem Trinkwasser. Dazu kommen eine Personaltoilette mit Handwaschbecken in der Nähe, eine geregelte Abwasserentsorgung und, je nach Angebot, Gestattung, Reisegewerbekarte und Sondernutzungserlaubnis. Der Verkaufscontainer von SSC kostet ab 14.900 € netto inklusive Lieferung, Spüle, Boiler und Abwasser bepreisen wir im Angebot.

Verkaufscontainer von SSC Container mit geöffneter Verkaufsklappe und Theke
KURZ ERKLÄRT

Stand 09/2026. Richtwert, maßgeblich sind Landesrecht und die zuständige Behörde.

INHALT
Was die EU-Hygieneverordnung verlangt Handwaschbecken und Spüle in der Praxis Wassertank oder Festanschluss Checkliste: Pflicht, je nach Sortiment, empfohlen Genehmigungen: wer, wann Personaltoilette am Veranstaltungsort Was ein gastro-fertiger Verkaufscontainer kostet Häufige Fragen

Was die EU-Hygieneverordnung verlangt

Für Lebensmittelstände auf Märkten und Festen gilt die Verordnung (EG) Nr. 852/2004 über Lebensmittelhygiene. Ihr Anhang II Kapitel III regelt ortsveränderliche und nichtständige Betriebsstätten, genannt sind Verkaufszelte, Marktstände und mobile Verkaufsfahrzeuge. Ein Verkaufscontainer, der für eine Saison auf dem Festplatz steht, fällt in der Regel in diese Gruppe. Die Einstufung im Einzelfall trifft die Lebensmittelüberwachung.

Die Verordnung nennt keine Beckenzahl und keine Wassertemperatur. Sie verlangt Einrichtungen, die „erforderlichenfalls“ vorhanden sein müssen, und überlässt die Auslegung den Behörden. Die folgende Tabelle stellt den Wortlaut der Verordnung neben das, was die Lebensmittelüberwachung daraus macht.

Anhang II Kapitel III Nr. 2Inhalt der VerordnungUmsetzung laut kommunalen Merkblättern
Buchstabe aVorrichtungen zum hygienischen Waschen und Trocknen der Hände, hygienisch einwandfreie sanitäre AnlagenEigenes Handwaschbecken im Stand mit fließendem Wasser, Seifenspender, Einmalhandtücher; Personaltoilette in der Nähe
Buchstabe bFlächen mit Lebensmittelkontakt glatt, abriebfest, korrosionsfest, nichttoxisch, leicht zu reinigenArbeitstische zum Beispiel aus Edelstahl oder beschichtetem Kunststoff, Wände und Decke abwaschbar
Buchstabe cVorrichtungen zum Reinigen und erforderlichenfalls Desinfizieren von ArbeitsgerätenSpüle mit Warm- und Kaltwasser, getrennt vom Handwaschbecken; ohne Spüle nur Einweggeschirr
Buchstabe dSäubern von Lebensmitteln unter hygienisch einwandfreien BedingungenKein Waschen von Lebensmitteln im Handwaschbecken, eigenes Becken dafür
Buchstabe eAusreichende Zufuhr von warmem und/oder kaltem TrinkwasserWarm und kalt bei leicht verderblicher Ware; Trinkwasserschläuche, Kanister für Lebensmittel geeignet
Buchstabe fHygienische Lagerung und Entsorgung von Abfällen, auch flüssigenAbwasser in den Kanal oder in geschlossene Behälter bis zur Abfuhr; dicht schließende Abfallbehälter
Buchstabe gEinrichtungen zur Haltung und Überwachung geeigneter TemperaturenKühlung mit Thermometer, Heißhaltung warmer Speisen

Spalte 3 fasst die Merkblätter der Stadt München, des Landkreises Stade, des Rhein-Kreises Neuss, des Landkreises Gießen und einer rheinland-pfälzischen Kreisverwaltung zusammen, verlinkt unter Quellen. In Deutschland ergänzt die Lebensmittelhygiene-Verordnung (LMHV) die EU-Verordnung.

Handwaschbecken und Spüle in der Praxis

Kern jeder Kontrolle am Stand ist die Frage, wo sich das Personal die Hände wäscht und wo Messer, Zangen und Gläser gespült werden. Die Merkblätter sind hier weitgehend einig:

Für einen Verkaufscontainer heißt das: Wer Bratwurst, Crêpes, Pommes oder offenes Bier verkauft, plant Handwaschbecken und Spüle mit Warmwasser von Anfang an ein. Dann werden Leitungen, Boiler und Abwasser vor der Auslieferung eingebaut, und der Container geht vor Ort ohne Umbau in Betrieb.

Wassertank oder Festanschluss

Die Merkblätter lassen beide Wege zu. Der Landkreis Stade verlangt für Stände mit leicht verderblichen Lebensmitteln den Anschluss an das öffentliche Trink- und Abwassersystem oder je einen Trink- und Brauchwassertank mit ausreichendem Vorrat für den Tag. Der Trinkwasserbehälter ist arbeitstäglich frisch zu befüllen und in regelmäßigen Abständen zu reinigen und zu desinfizieren. Die Stadt München weist darauf hin, dass bei Veranstaltungen über mehrere Tage ein Anschluss an die öffentliche Wasserversorgung und Entsorgung notwendig sein kann.

Schläuche und Anschlussteile

Wasser für Lebensmittel, Geräte und Hände muss Trinkwasserqualität haben. München stellt klar, dass Gartenschläuche nicht den Anforderungen entsprechen. Das Merkblatt der Stadt Chemnitz zu Trinkwasseranlagen auf Märkten und Festen verlangt Schlauchleitungen, die nach KTW und DVGW-Arbeitsblatt W 270 geprüft sind, mit Prüfbericht. Zwischen Versorgungsnetz und Anschlussleitung muss eine zugelassene Absicherung wie ein Rückflussverhinderer oder Rohrtrenner sitzen. Leitungen sind vor Inbetriebnahme und nach längerer Standzeit, etwa über Nacht, gründlich zu spülen. Die rheinland-pfälzische Kreisverwaltung nennt als erkennbare Kennzeichnung trinkwassergeeigneter Schläuche DVGW, KTW, das Glas-Gabel-Symbol oder den Aufdruck „Trinkwasserschlauch“. Wie Wasser und Abwasser an einen Sanitär- oder Gastrocontainer angeschlossen werden, beschreibt der Ratgeber Sanitärcontainer anschließen.

Checkliste: Pflicht, je nach Sortiment, empfohlen

Die Einstufung folgt den zitierten Merkblättern. Welche Punkte am eigenen Standort gelten, entscheidet die Lebensmittelüberwachung vor Ort.

AusstattungEinstufungHinweis
Handwaschbecken mit fließendem Wasser, Seifenspender, EinmalhandtücherPflicht bei unverpackten LebensmittelnGetrennt von der Spüle
Warmwasser am HandwaschbeckenPflicht bei leicht verderblichen oder unverpackten Lebensmitteln, je nach BehördeBoiler oder Durchlauferhitzer, im Angebot
Spüle für Arbeitsgeräte und Geschirr, warm und kaltPflicht, wenn vor Ort gespült wirdSonst Einweggeschirr
Zwei Spülbecken oder GläserspülerPflicht beim Ausschank in Mehrweggläser (zum Beispiel Landkreis Stade)Getrennte Vor- und Nachspülung
Eigenes Becken zum Waschen von LebensmittelnJe nach SortimentZum Beispiel für Salat, Obst, Gemüse
Trinkwasseranschluss oder FrischwassertankPflichtTank täglich frisch befüllen
Abwasseranschluss oder geschlossener AbwassertankPflichtRegelmäßig entleeren
Trinkwasserschlauch mit Prüfzeichen, RückflussverhindererPflicht bei SchlauchanschlussKeine Gartenschläuche
Glatte, abwaschbare Arbeitsflächen, Wände und DeckePflichtEdelstahl oder beschichtete Platten
Kühlung mit ThermometerPflicht bei kühlpflichtiger WareTemperaturen dokumentieren
Hustenschutz zur KundenseitePflicht bei offen ausgelegten LebensmittelnAufsatz aus Glas oder geeignetem Material
Personaltoilette mit Handwaschbecken in der NähePflichtNicht öffentlich zugänglich
Insektengitter an Fenstern und LüftungsöffnungenEmpfohlen, laut Landkreis Gießen erforderlichenfalls vorzusehenZum Reinigen abnehmbar
Dicht schließende AbfallbehälterPflichtGetrennt von Lebensmitteln
Desinfektionsmittelspender am HandwaschbeckenEmpfohlenMerkblatt Rheinland-Pfalz nennt Seifen- oder Desinfektionsspender

Genehmigungen: wer, wann

Neben der Hygiene braucht ein Verkaufsstand mehrere Erlaubnisse. Welche davon greift, hängt vom Sortiment, vom Betreiber und von der Fläche ab.

GenehmigungRechtsgrundlageWer ist zuständigWann
Registrierung als LebensmittelbetriebArt. 6 Abs. 2 VO (EG) 852/2004Lebensmittelüberwachung von Kreis oder kreisfreier StadtVor Betriebsbeginn, Einzelheiten nach Vorgabe der Behörde
Gewerbeanzeige§ 14 GewOGewerbeamt der GemeindeMit Beginn des Gewerbes
Reisegewerbekarte§ 55 GewO, Ausnahmen § 55a GewOGewerbeamtVor dem ersten Verkauf außerhalb der eigenen Niederlassung
Gaststättenerlaubnis oder Gestattung bei Alkohol vor Ort§ 2 und § 12 GastG oder LandesgesetzErlaubnisbehörde am Veranstaltungsort, meist Ordnungs- oder GewerbeamtVor der Veranstaltung, Vorlauf bei der Gemeinde erfragen
Sondernutzungserlaubnis§ 8 FStrG, Landesstraßengesetze, SatzungenStraßenbehörde, in Ortsdurchfahrten die GemeindeVor dem Aufstellen auf öffentlichem Grund
Belehrung des Personals§ 43 IfSGGesundheitsamt oder beauftragter ArztVor der ersten Tätigkeit, Bescheinigung höchstens 3 Monate alt
BaurechtLandesbauordnungBauaufsichtNur bei dauerhafter Aufstellung, vorübergehend auf Märkten meist verfahrensfrei

Gewerbeanzeige oder Reisegewerbekarte

Wer mit einem festen Standort startet, zeigt das Gewerbe nach § 14 GewO beim Gewerbeamt an, so die IHK München. Ein Reisegewerbe betreibt nach § 55 GewO, wer gewerbsmäßig ohne vorhergehende Bestellung außerhalb seiner gewerblichen Niederlassung Waren feilbietet. Dafür ist eine Reisegewerbekarte nötig. § 55a GewO nimmt unter anderem aus, wer gelegentlich bei Messen, Ausstellungen, öffentlichen Festen oder aus besonderem Anlass mit Erlaubnis der zuständigen Behörde Waren feilbietet, und wer von einer nicht ortsfesten Verkaufsstelle in regelmäßigen, kürzeren Abständen an derselben Stelle Lebensmittel vertreibt.

Alkoholausschank: Erlaubnis oder Gestattung

Nach § 2 GastG braucht eine Erlaubnis, wer ein Gaststättengewerbe betreibt. Keine Erlaubnis braucht, wer nur alkoholfreie Getränke, unentgeltliche Kostproben oder zubereitete Speisen verabreicht. Als Gaststättengewerbe gilt nach § 1 Abs. 2 GastG auch der Ausschank im Reisegewerbe von einer für die Dauer der Veranstaltung ortsfesten Betriebsstätte, also typischerweise vom Verkaufscontainer auf dem Festplatz. Aus besonderem Anlass kann der Betrieb nach § 12 GastG „unter erleichterten Voraussetzungen vorübergehend auf Widerruf gestattet werden“. Die IHK München nennt als Beispiele Vereins-, Stadt- und Musikfeste.

Das Bundesgesetz gilt nicht überall. Nach der Übersicht der Gaststättengesetze der Länder gilt es in Bayern, Berlin, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein fort. Die übrigen neun Länder haben eigene Gesetze. In Hessen etwa ist das Gaststättengewerbe nicht mehr erlaubnispflichtig, bei Alkoholausschank ist die Gewerbeanzeige nach Angaben der IHK Wiesbaden spätestens sechs Wochen vor Eröffnung zu erstatten. Fragen Sie für Feste und Märkte bei der Gemeinde nach, welches Verfahren und welcher Vorlauf gelten.

Sondernutzung und Standplatz

Wer auf Straßen und Plätzen verkauft, nutzt sie über den Gemeingebrauch hinaus. Für Bundesstraßen regelt § 8 FStrG, dass diese Sondernutzung eine Erlaubnis braucht, in Ortsdurchfahrten erteilt sie die Gemeinde. Für Gemeindestraßen gelten die Straßengesetze der Länder und die Sondernutzungssatzungen der Kommunen. Auf Märkten und Festen mit Veranstalter klären Sie mit der Marktverwaltung, ob eine Erlaubnis für die Gesamtfläche vorliegt oder jeder Stand sie selbst beantragt. Baurechtlich sind vorübergehend aufgestellte Verkaufsstände auf Straßenfesten, Volksfesten und Märkten in den Landesbauordnungen meist verfahrensfrei, in Berlin etwa nach § 61 Abs. 1 Nr. 13 BauO Bln, ausgenommen Fliegende Bauten. Bleibt der Container dauerhaft stehen, gelten die Regeln aus dem Ratgeber Baugenehmigung.

Richtwert, maßgeblich sind Landesrecht und die zuständige Behörde. Die Angaben fassen Bundesrecht, EU-Recht und einzelne kommunale Merkblätter zusammen. Zuständigkeiten, Fristen und Gebühren unterscheiden sich je Land und Gemeinde. Stimmen Sie Ausstattung und Genehmigungen vor dem Kauf mit Lebensmittelüberwachung und Ordnungsamt am Einsatzort ab.

Personaltoilette am Veranstaltungsort

Die Toilette für das Standpersonal gehört zur Hygieneausstattung, auch wenn sie nicht im Verkaufscontainer steht. München verlangt eine separate Personaltoilette, die nicht öffentlich genutzt wird, und nennt als Beispiel die Personaltoilette eines Lebensmittelbetriebs. Der Landkreis Gießen fordert während der gesamten Verkaufszeit hygienisch einwandfreie sanitäre Anlagen, die Toilette oder ihr Vorraum braucht ein Handwaschbecken mit fließendem Wasser in Trinkwasserqualität, Flüssigseife und Einmalhandtücher.

Auf Märkten und Festen löst die Marktverwaltung das oft zentral mit einem WC-Container nur für Standbetreiber. Wie viele Toiletten für Besucher und Personal nötig sind, was Kauf und Miete kosten und welche Anschlüsse ein WC-Container braucht, steht im Ratgeber WC-Container für Märkte und Veranstaltungen. Unsere WC-Container kosten ab 12.400 € netto und haben je Waschbecken einen 5-l-Warmwasserspeicher. Einen Vergleich aller Sanitärtypen zeigt Sanitärcontainer kaufen.

Was ein gastro-fertiger Verkaufscontainer kostet

Grundlage ist unser Messe- und Verkaufscontainer im 20-Fuß-Maß (6,06 × 2,44 × 2,59 m) mit großer Klappe als Verkaufsfront und Wetterschutz, integrierter Theke, pflegeleichtem Boden, 230-V-Steckdosen, CEE-Außenanschluss und LED-Beleuchtung. Wasser ist für Gastronomie nicht serienmäßig vorbereitet. Spüle, Boiler und Abwasser bauen wir auf Wunsch ein und planen sie mit Ihnen im Angebot.

Positionnettobrutto (19 % MwSt.)
Messe- und Verkaufscontainer, inklusive Lieferung frei Bordsteinkanteab 14.900 €17.731 €
Handwaschbecken, Spüle, Boiler, Abwasserauf Wunsch, im Angebot
Frischwasser- und Abwassertank statt Festanschlussnach Tagesbedarf, im Angebot
Kranentladung, Fundament oder Aufstellfläche, Strom- und Wasseranschlussnach Standort, im Angebot
Folierung oder Beschriftung mit Logoauf Anfrage
WC-Container für Standpersonal (Herren-Variante)ab 12.400 €14.756 €

Für ein belastbares Angebot brauchen wir drei Angaben: was Sie verkaufen (Speisen, Getränke, Ausschank in Mehrweggläser), ob am Einsatzort Wasser und Kanal anliegen und ob der Container fest steht oder regelmäßig umgesetzt wird. Daraus ergeben sich Beckenzahl, Warmwasserbedarf und Tankgröße. Wie der Container per LKW kommt, was die Zufahrt können muss und wann ein Kran nötig ist, beschreibt der Ratgeber Lieferung und Aufstellung. Preise aller Containertypen stehen im Ratgeber Containerpreise, die Aufstellfläche behandelt der Ratgeber Fundament.

Häufige Fragen

Welche Becken braucht ein Verkaufscontainer für Imbiss oder Ausschank?

In der Regel zwei getrennte Vorrichtungen: ein Handwaschbecken mit Flüssigseife und Einmalhandtüchern und eine Spüle für Arbeitsgeräte und Geschirr. Lebensmittel dürfen nicht im Handwaschbecken gewaschen werden. Beim Ausschank in Mehrweggläser verlangt zum Beispiel der Landkreis Stade zwei Spülbecken oder ein Gläserspülgerät mit getrennter Vor- und Nachspülung. Rechtsgrundlage ist Anhang II Kapitel III der Verordnung (EG) Nr. 852/2004, die Details legt die örtliche Lebensmittelüberwachung fest.

Reicht kaltes Wasser zum Händewaschen am Stand?

Das hängt vom Sortiment ab. Die EU-Verordnung verlangt warmes und/oder kaltes Trinkwasser. Das Merkblatt einer rheinland-pfälzischen Kreisverwaltung fordert bei leicht verderblichen Lebensmitteln wie Imbiss, Wurst oder Crêpes fließendes Warmwasser, bei Süßwaren, Obst oder verpackter Ware genügt dort fließendes Kaltwasser. Die Stadt München und der Landkreis Stade verlangen beim Umgang mit unverpackten beziehungsweise leicht verderblichen Lebensmitteln Warm- und Kaltwasser. Ein Eimer mit stehendem Wasser reicht nach dem Merkblatt des Rhein-Kreises Neuss nicht aus.

Darf ich einen Gartenschlauch für die Wasserversorgung nutzen?

Nein. Das verwendete Wasser muss Trinkwasserqualität haben. Die Stadt München stellt klar, dass Gartenschläuche nicht den Anforderungen entsprechen. Die Stadt Chemnitz verlangt Schlauchleitungen, die nach KTW und DVGW-Arbeitsblatt W 270 geprüft sind, sowie eine Absicherung gegen Rückfluss wie Rückflussverhinderer oder Rohrtrenner zwischen Versorgungsnetz und Anschlussleitung.

Wassertank oder fester Wasseranschluss: was ist vorgeschrieben?

Beides ist möglich. Der Landkreis Stade nennt für Stände mit leicht verderblichen Lebensmitteln den Anschluss an das öffentliche Trink- und Abwassersystem oder je einen Trink- und Brauchwassertank mit ausreichendem Vorrat für den Tag. Der Trinkwasserbehälter ist arbeitstäglich frisch zu befüllen und regelmäßig zu reinigen. Bei mehrtägigen Veranstaltungen kann die Behörde einen festen Anschluss verlangen, so die Stadt München.

Braucht ein Verein für den Bierausschank auf dem Fest eine Genehmigung?

In Ländern, in denen das Gaststättengesetz des Bundes fortgilt, etwa Bayern, Nordrhein-Westfalen oder Rheinland-Pfalz, ist der Ausschank alkoholischer Getränke zum Verzehr vor Ort erlaubnispflichtig. Aus besonderem Anlass kann die Behörde den Betrieb nach § 12 GastG vorübergehend gestatten. Wer nur alkoholfreie Getränke oder zubereitete Speisen abgibt, braucht nach § 2 Abs. 2 GastG keine Erlaubnis. Andere Länder wie Hessen haben eigene Gaststättengesetze. Richtwert, maßgeblich sind Landesrecht und die zuständige Behörde.

Dürfen Standbetreiber die öffentlichen Toiletten auf dem Festplatz nutzen?

Meist nicht. Die Stadt München verlangt eine separate Personaltoilette, die nicht öffentlich genutzt wird. Die Toilette braucht ein Handwaschbecken, Flüssigseife und Einmalhandtücher. Viele Veranstalter lösen das mit einem eigenen WC-Container für Standpersonal.

Muss ich meinen Verkaufsstand bei der Lebensmittelüberwachung anmelden?

Ja. Nach Artikel 6 Abs. 2 der Verordnung (EG) Nr. 852/2004 müssen Lebensmittelunternehmer jeden ihrer Betriebe der zuständigen Behörde zur Registrierung melden. Wer bereits mit einem Betrieb registriert ist, klärt mit der Behörde am Veranstaltungsort, ob der Stand zusätzlich angezeigt werden muss. Personal, das mit leicht verderblichen Lebensmitteln arbeitet, braucht zudem die Belehrung nach § 43 Infektionsschutzgesetz.

Was kostet ein gastro-fertiger Verkaufscontainer bei SSC?

Der Messe- und Verkaufscontainer kostet ab 14.900 € netto (17.731 € brutto) inklusive Lieferung frei Bordsteinkante in ganz Deutschland. Er hat Verkaufsklappe, Theke, LED-Beleuchtung und CEE-Anschluss. Wasser ist nicht serienmäßig vorbereitet: Spüle, Boiler und Abwasser bauen wir auf Wunsch ein und bepreisen sie im Angebot, ebenso Kranentladung, Fundament und Anschlüsse.

Verkaufscontainer für Imbiss oder Ausschank planen

Nennen Sie Sortiment, Einsatzort und Anschlusslage. Sie erhalten innerhalb von 48 Stunden ein verbindliches Angebot inklusive Lieferung, auf Wunsch mit Handwaschbecken, Spüle, Boiler, Tanks, Kran und Anschluss.

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Quellen

Stand 09/2026. SSC-Preise netto zzgl. 19 % MwSt., inklusive Lieferung frei Bordsteinkante, Ausstattung laut Produktseiten. Hygieneanforderungen und Genehmigungen sind Richtwerte aus den genannten Rechtsvorschriften und Merkblättern, maßgeblich sind Landesrecht und die zuständige Behörde. Die Seite ersetzt keine Abstimmung mit Lebensmittelüberwachung, Ordnungsamt, Straßenbehörde oder Bauaufsicht.