Container liefern und aufstellen lassen
Die meisten Probleme bei der Anlieferung entstehen nicht am Container, sondern an der Zufahrt. Diese Seite nennt die Maße, die ein Transport braucht, erklärt den Unterschied zwischen Stapler, Seitenlader und Kran und zeigt, welche Genehmigung nötig wird, wenn der Kran auf der Straße steht.
Was die Zufahrt können muss
Ein Containertransport ist ein schwerer LKW mit sperriger Ladung. Vor dem Liefertermin lohnt sich das Nachmessen, denn ein Fahrzeug, das nicht durchpasst, fährt wieder zurück und die Fahrt wird trotzdem berechnet.
| Anforderung | Übliches Maß |
|---|---|
| Durchfahrtsbreite | mindestens 3,00 m, besser mehr in Kurven |
| Durchfahrtshöhe | mindestens 4,00 m, frei von Ästen, Balkonen, Leitungen und Schildern |
| Tragfähigkeit der Zufahrt | ausgelegt für rund 40 t Gesamtgewicht, 11,5 t Achslast |
| Rangierfläche | etwa 7 m Breite und 19 m Länge |
| Aufstellort inklusive Stützen | 5 bis 7 m Breite |
| Freie Höhe über dem Stellplatz beim Kraneinsatz | mindestens 11 m, keine Freileitungen |
Stapler, Seitenlader oder Kran
- Gabelstapler: Der Lagercontainer hat Staplertaschen ab Werk. Wer einen Stapler mit passender Tragkraft hat, kann selbst entladen, das ist die günstigste Variante. Für Raum-, WC- und Duschcontainer lassen sich Staplertaschen gegen Aufpreis mitbestellen.
- Seitenlader: setzt den Container direkt neben dem LKW ab. Voraussetzung ist eine ebene, waagerechte Fläche, und es geht nur zu einer Seite.
- LKW mit Ladekran: erlaubt genaueres Positionieren in der Nähe des Fahrzeugs, etwa über eine Mauer oder Hecke hinweg.
- Autokran: nötig, wenn der LKW nicht nah genug heranfährt, die Zufahrt zu eng oder zu steil ist oder der Container über ein Hindernis gehoben werden muss.
Die Entladeart sollte spätestens bei der Auftragsbestätigung feststehen, ebenso die Ausrichtung des Containers. Türseite und Fensterseite lassen sich nach dem Absetzen nicht mehr ohne Kran ändern.
Kran auf öffentlicher Straße: zwei Genehmigungen
Steht der Kran oder der LKW während des Absetzens auf öffentlichem Straßenland, sind zwei getrennte Vorgänge nötig. Beantragt werden sie üblicherweise vom ausführenden Betrieb, nicht vom Bauherrn.
- Verkehrsrechtliche Anordnung nach § 45 Absatz 6 der Straßenverkehrs-Ordnung bei der Straßenverkehrsbehörde. Dazu gehört ein Verkehrszeichenplan und eine Person, die für die Verkehrssicherung verantwortlich ist und die erforderlichen Fachkenntnisse nach MVAS 99 nachweist, gefordert in RSA 21, Teil A, Kapitel 1.4 Absatz 3.
- Sondernutzungserlaubnis beim Träger der Straßenbaulast nach dem jeweiligen Landesstraßengesetz. Antragsformulare führen Kran und Container meist als eigene Positionen.
- Vorlauf: Kommunen nennen typischerweise 14 bis 15 Arbeitstage. Kurzfristig geht selten etwas.
- Gebühren fallen je Kommune unterschiedlich an und liegen bei Einzelfällen im dreistelligen Bereich.
Sicherheit beim Absetzen
Für das Heben gelten die Regeln der Berufsgenossenschaft, einschlägig sind DGUV Regel 109-017 für Lastaufnahme- und Anschlagmittel, DGUV Vorschrift 52 und 53 für Krane sowie DGUV Information 209-013 für Anschläger.
- Gewicht und Schwerpunkt der Last werden vor dem Hub ermittelt.
- Anschlagmittel werden vor jedem Einsatz in Augenschein genommen.
- Der Gefahrenbereich wird vor dem Anheben verlassen und erst nach dem Absetzen wieder betreten.
- Die Last darf erst abgeschlagen werden, wenn sie standsicher steht.
- Lasten werden nicht über Personen geführt.
- Nur eine benannte Person gibt Zeichen, Handzeichen nach DIN ISO 16715, vorher eindeutig verabredete Zeichen oder Sprechfunk.
- Neigungswinkel über 60 Grad an den Anschlagmitteln sind unzulässig.
Häufige Fragen
Welche Zufahrt braucht der LKW für die Containerlieferung?
Üblich sind mindestens 3,00 m Durchfahrtsbreite und 4,00 m Durchfahrtshöhe, frei von Ästen, Balkonen und Leitungen. Die Zufahrt sollte für rund 40 t Gesamtgewicht und 11,5 t Achslast ausgelegt sein, zum Rangieren braucht der LKW etwa 7 m × 19 m.
Wann braucht man zum Abladen einen Kran?
Ein Gabelstapler reicht, wenn der Container Staplertaschen hat und ein Stapler mit passender Tragkraft vor Ort ist. Ein Seitenlader braucht eine ebene Fläche direkt neben dem LKW. Ein LKW mit Ladekran positioniert genauer, etwa über eine Mauer. Ein Autokran wird nötig, wenn der LKW nicht nah genug heranfährt, die Zufahrt zu eng oder steil ist oder der Container über ein Hindernis gehoben werden muss. Über dem Stellplatz sollten dann mindestens 11 m frei sein.
Welche Genehmigung braucht ein Kran auf der öffentlichen Straße?
Zwei: eine verkehrsrechtliche Anordnung nach § 45 Absatz 6 StVO bei der Straßenverkehrsbehörde und eine Sondernutzungserlaubnis nach dem Landesstraßengesetz. Beantragt werden sie üblicherweise vom ausführenden Betrieb. Kommunen nennen typischerweise 14 bis 15 Arbeitstage Vorlauf, die Gebühren liegen im Einzelfall im dreistelligen Bereich.
Ist die Lieferung im Containerpreis enthalten?
Ja. Alle SSC-Preise enthalten die Sammellieferung frei Bordsteinkante in ganz Deutschland. Kranentladung und Aufstellung planen wir auf Wunsch mit und bepreisen sie im Angebot.
Kann die Ausrichtung des Containers nach dem Absetzen noch geändert werden?
Nur mit erneutem Kraneinsatz. Türseite und Fensterseite lassen sich nach dem Absetzen nicht mehr ohne Kran drehen. Entladeart und Ausrichtung sollten deshalb spätestens bei der Auftragsbestätigung feststehen.
Alle Preise verstehen sich inklusive Sammellieferung frei Bordsteinkante in ganz Deutschland. Kranentladung und Aufstellung planen wir auf Wunsch mit und bepreisen sie im Angebot.
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Weitere Ratgeber
Stand 09/2026. Maße sind übliche Anforderungen und können je Fahrzeug, Kran und Standort abweichen. Verbindlich ist die Abstimmung mit der Spedition und dem Kranbetrieb vor dem Liefertermin. Genannte Regelwerke: StVO, Landesstraßengesetze, DGUV Regel 109-017, DGUV Vorschrift 52 und 53, DGUV Information 209-013, RSA 21.